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Das Weidener Seifenkistenrennen 2018

22.07.2018
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Bgm.-Probst-Str. (Weiden Ost E-Center Grünbauer)

Veranstalter:
Stadtjugendring Weiden, Weiden ist bunt.




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Klezmer Schulband Carl-s-son im Haus der Evangelischen Gemeinde


Klezmer Schulband Carl-s-son im Haus der Evangelischen Gemeinde




Infos


Datum: 26.10.2013
Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Haus der Evangelischen Gemeinde St. Michael
Adresse: Wolframstraße 2, 92637 Weiden
Band: Gymnasium Neustadt a.d.WN.
Kooperation: Christlich-Jüdische Gesellschaft
Eintritt: kostenlos, Spenden erwünscht


Carl-s-son, die etwas andere Schulband.

Einige Klangbeispiele:

Terkish






Chassidic






Long live the nigun






Yankeele







Was ist das eigentlich: KLEZMER?

Diese Frage stellen sich nicht nur die Zuhörer auf unseren Konzerten immer wieder.
Diese Frage haben sich auch die mutigen Schülerinnen und Schüler der „ersten Generation“ dieser Band gestellt, als ich im Schuljahr 2010/11 den Vorschlag machte, ein solches Projekt ins Leben zu rufen.
Am Anfang waren wir drei Quer-, zwei Block-Flöten, Klavier, Schlagzeug, Perkussion und zwei Gitarren, die da jeden Donnerstagnachmittag probten und experimentierten.
Musik und experimentieren? Sind wir hier in Chemie?
Noch so eine Frage.
Zu den Probentagen in Ensdorf im Juli 2011 vergrößerte sich die Klezmerband schlagartig, da einige Schülerinnen und Schüler neugierig wurden, was ich da mit der „ersten Generation“
anstelle. Celli, Geigen, Klarinetten gesellten sich zu uns und aus kleinen Experimenten wurden große Versuchsanordnungen.
Beim Sommerkonzert 2011 präsentierten wir dann erstmalig unsere Bemühungen und wie ich glaube, das mit großem Erfolg.
Und auch wieder vielen Fragen? Was ist das eigentlich „Klezmer“ und warum verschwindet der Herr Kraus eigentlich plötzlich von der Bühne und warum spielt da gerade jeder was und wann er will und komischerweise hört sich das ja trotzdem richtig gut an und wieso können da lauter verschiedene Instrumente spielen, die ja eigentlich gar nicht zusammen passen? So anders, so fremd, so unkonventionell.

Erste Schulwoche September 2011. Einteilung der Wahlfächer.
Jetzt war es an mir zu fragen:
„Wie soll ich neunzehn Schüler in einer Band unterbringen?“
Das war und ist meine Frage und Herausforderung dieses Schuljahr gewesen und zum Weihnachtskonzert hatte ich sie dann endlich beantwortet.
Ich mache es einfach.
Eine avantgardistische Weihnachtsgeschichte mit Textzeilen aus dem Weihnachtsevangelium, verbunden mit jüdischer Musik. Schöne Geschichte!

Klezmer ist in erster Linie die Musik der Juden Osteuropas. Wandernde Musiker zogen mit Ihren Instrumenten durchs Land und spielten auf Hochzeiten, Beerdigungen, religiösen Feiern und anderen Festen. Meist waren die Musiker alleine oder in sehr kleinen Gruppen unterwegs und wenn sie sich mit anderen Musikern trafen, dann spielten sie einfach zusammen. Ohne lange Proben und in jeder nur denkbaren instrumentalen Besetzung.
Die ursprüngliche Klezmermusik besteht aus einfachen und meist sehr kurzen Melodien die sich jeder gut merken konnte. Und dann? Dann wurde improvisiert was das Zeug hält.
Improvisation, das ist das Experiment in der Musik. Probieren was zusammen passt. Was harmoniert und was nicht? Und wenn man es nur lange genug spielt dann harmoniert es doch.
Klezmer ist immer ein wenig wehmütig und melancholisch aber trotzdem voller Energie und Lebensfreude. Und deswegen kann dasselbe Stück bei fröhlichen Anlässen genauso gespielt werden, wie bei traurigen.
Klezmermusik wandelbar und wunderbar.


Ich vergleiche die Musik gerne mit einem Unwetter mit Blitz, Donner, Sturm und Hagel und trotzdem scheint auch die Sonne immer etwas hervor und es entsteht ein Regenbogen.
Für mich ist jedes Stück ein Anfang. Ende ungewiss. Ein neuer Einstieg in die Musik und die Geburt eines einzigartigen Stückes. Ein Stück das so noch nie gespielt wurde und wahrscheinlich genau so auch nie wieder gespielt werden wird. Und das macht es so einfach und auch so schwer.
Wir haben nur eine Melodie und wenn wir alle diese Melodie spielen wird das sehr schnell sehr eintönig. Also müssen wir experimentieren. Was könnte denn wer, wann, wo und wie noch dazu spielen. Spielen wir das ganze Stück oder vielleicht nur jeden zweiten Takt und was machen wir überhaupt. Nichts wird notiert sondern alles ausprobiert. Und das macht es für meine Musiker manchmal so schwierig. Wir sind es gewohnt genaue Vorgaben zu haben, alles notiert und genau beschrieben. Aber das bekommen sie nicht von mir.
Je länger wir nun zusammen proben desto freier werden meine Schüler und vor allem selbstständiger. Und genau darum geht es und genau das ist „Carl-s-son“

Der Name „Carl-s-son“ hat keine hintergründige Bedeutung.
Wir haben einen Namen für unsere Band gesucht und diesen gefunden.
Mich erinnert der Name an die Kinderserie „ Carlson auf dem Dach“. Der kleine Junge der fliegen kann und dem nichts wichtiger ist als frei zu sein.

Und wir nehmen uns die Freiheit diese Musik zu spielen, so wie wir es uns vorstellen.


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